Die Zahl des Monats: 35,2
Aktuelles Arnulf Hinkel, Finanzjournalist – 01.04.2025
Jedes Jahr das gleiche: Die Vorfreude auf den Skiurlaub wird durch die anscheinend unaufhörlich steigenden Kosten für die Ski-Tagespässe gedämpft. Nach Angaben von holidu.de kostet ein Tagespass diese Saison im Skigebiet Zermatt in der Schweiz bis zu 95 €, in beliebten Skigebieten in Deutschland und Österreich sind die Tickets mit Preisen von bis zu 76 € zwar günstiger, aber immer noch deutlich teurer als in der Ski-Saison 2023/24. Ein aktuelles „In gold we trust“-Special verrät: In den elf größten Skigebieten Österreichs sind die Tagespässe um 6 Prozent im Vergleich zur vorigen Saison gestiegen.
Seit 1999 beleuchtet die Gold/Skiticket-Ratio die Kaufkraft von Gold
Ein Vergleich der Preisentwicklung von Gold mit der von Ski-Tagespässen seit der Saison 1990/91 zeigt: Die Durchschnittspreise für Skipässe in Österreich sind deutlich stärker gestiegen als die europäische Gesamtinflation. Während die Verbraucherpreise sich im Durchschnitt in den letzten 34 Jahren mehr als verdoppelt haben, sind die Kosten für Skipässe um mehr als das Dreifache gestiegen. Die Gold/Skiticket-Ratio stellt diese weit überdurchschnittliche Preisentwicklung Jahr für Jahr der Wertentwicklung von Gold gegenüber und veranschaulicht die Funktion des Edelmetalls als Wertspeicher.
In Gold kostet ein Ski-Tagesticket heute 65 Prozent weniger als vor 34 Jahren
Der Euro-Preis für ein Ski-Tagesticket hat allein in den letzten drei Jahren um 26 Prozent zugelegt. Würde man das Ticket jedoch nicht in Euro sondern in Gold bezahlen, wäre es so günstig wie nie: Für eine Unze Gold erhielte man heute mehr Tagestickets als je zuvor. In der aktuellen Ski-Saison könnte man mit einer Unze Gold 35,2 Tagestickets erwerben – in der Saison 1990/1991 hätte man gerade mal 12 Tickets dafür bekommen. In der Saison 2023/2024 wären es hingegen 27 Tagestickets gewesen – ein Beleg für die starke Goldpreis-Rallye im letzten Jahr. Ein Rückblick auf die Gold/Ski-Ticket-Ratio der vergangenen 35 Jahre zeigt, dass die Kaufkraft von Gold langfristig gestiegen ist, jedoch nicht linear. Es gab durchaus auch Jahre, in denen man pro Unze Gold deutlich weniger Ski-Tickets hätte kaufen können als im Vorjahr.